Freitag, 17. Februar 2012

Etwas Kaffeesatzleserei in der Gerüchteküche

Vor jenem April 2005 gab es zwei Kardinäle, die Papst Johannes Paul II. in seinem Amt stützten und deswegen so etwas wie Macht in der Kurie hatten. Beide gingen als papabile mit dem Zusatz „unwahrscheinlich, da zu alt“ in das Konklave, einer kam wieder raus als Kardinal.

Kardinal Sodano wurde Titularerzbischof Anfang 1978, als Folge seiner Ernennung zum Apostolischen Nuntius in Chile, vorher war er Sekretär in mehreren Apostolischen Nuntiaturen in Südamerika. 1988 kehrte er als Sekretär des Rats für Außenbeziehungen und damit als enger Mitarbeiter des damaligen Kardinalstaatssekretärs nach Rom zurück. Gut zwei Jahre später folgte er auf den Stuhl seines Chefs, nachdem dieser seinen altersbedingten Rücktritt eingereicht hatte. Die Kardinalskreation in der Klasse der Kardinalpriester erfolgte im Konsistorium vom 28. Juni 1991. Nur drei Jahre später wurde er Kardinalbischof und Vizedekan des Kardinalskollegiums.

1990 erklärte mir ein Freund, der in Rom Theologie studierte, was die possibilisti sind. Jemand, der etwas möglich macht, vor allem gegen eine großzügige Spende an die Kirche, je nach Charakter gerne auch direkt im Geldbeutel des Entgegennehmenden verwahrt. Lounge Lizards und Meister des Savoir Faire, mit exquisitem Geschmack und einem der selbst zugeschriebenen Bedeutung angemessenem Aufwand des Lebensstils.

Kardinal Sodano kannte im Jahr des Konklaves das Staatsekretariat seit mehr als 37 Jahren und leitete es seit 14 Jahren. Gut ein Jahr nach dem Konklave entließ ihn Papst Benedikt in den Ruhestand unter Beibehaltung der Aufgabe als Kardinaldekan. Sein Nachfolger als Kardinalstaatssekretär wurde Tarcisio Bertone, der sieben Jahre unter Papst Benedikt als Sekretär der Glaubenskongregation gearbeitet hatte, bevor er Erzbischof von Genua und Kardinal wurde. Ein Nicht-Diplomat als Quereinsteiger den Diplomaten vor die Nase gesetzt, nachdem deren Chef nicht Papst geworden war.

Im englischsprachigen Wikipedia wird Kardinal Sodano von einem Exlegionär Christi als „Cheerleader“ der LC bezeichnet und es ist von zwei Geldflüssen in Höhe von 10.000 und 5.000 $ an den Kardinal die Rede. Es war auch Kardinal Sodano dem Kardinal Schönborn vorwarf, eine vom damaligen Kardinal Ratzinger gewollten Untersuchung der Causa Groer verhindert zu haben.

In der letzten Zeit gibt es zwei Namen im Vatikan, die immer genannt werden, wenn im Vatikan etwas schief läuft und man jemanden sucht, der unfähig zu sein scheint. Es werden zuvorderst die Namen Kardinal Bertone und Kardinal Castrillón Hoyos genannt. Letzterer war Präfekt der Kleruskongregation und wurde im Jahr 2000 auch mit der Leitung der Kommission Ecclesia Dei betraut. Der frisch gewählte Papst Benedikt bestätigte ihn in beiden Ämtern. Ich gehe davon aus, daß meine Leser wissen, daß die Kommission gegründet wurde um in Verhandlungen mit der Piusbruderschaft zu bleiben und die sog. Ecclesia Dei Gemeinschaften zu verwalten, also jene alt- oder bi-usuellen Gemeinschaften, die in kanonischer Ordnung zum Papst stehen. Ihm wurde vorgeworfen in der Causa Williamson die Warnung des schwedischen Bischofs Anders Arborelius ignoriert zu haben. Dieser Bischof wird mit der unbestimmten Aussage zitiert:

"Ja, ich habe den Vatikan informiert, wie es üblich ist." Er wisse aber nicht, wer was mit seinen Informationen dort angefangen habe. "Ich informierte jeden… Ich informierte jeden, der für die Piusbruderschaft zuständig ist." Er wolle niemanden anklagen, seinen Job nicht gemacht zu haben, "aber einige Fehler wurden gemacht, so, wie es gelaufen ist"

Im gleichen Spiegel-Artikel wird berichtet, der Nuntius von Schweden Erzbischof Emil Paul Tscherrig hätte den Report mit einer klaren Warnung nach Rom geschickt. An wen wohl? Die Dienststelle für die Nuntiaturen ist das Staatssekretariat. Schlag Numero Eins gegen den Mann, der die Beziehungen zu der Piusbruderschaft soweit vorangebracht hatte, daß die illegitim geweihten Bischöfe um Aufhebung der Tatstrafe der Exkommunikation baten, und man die doktrinellen Gespräche beginnen wollte, die in einer kanonischen Ordnung der Bruderschaft z. B. als Personalprälatur münden könnte.

Am 04.April 2010 in der Ansprache als Kardinaldekan an den Papst äußerte Kardinal Sodano jenes „chiacchiericcio“, daß ihm den Vorwurf einbrachte, es mangele ihm an Respekt gegenüber den Opfern des sexuellen Mißbrauchs durch Priester und Ordensleute. Zur Erinnerung: In Deutschland befand man sich gerade in den Niederungen der Mißbrauchsdebatte die Pater Mertes SJ in Gang gebracht hatte und in der Hochphase des Kesseltreibens gegen Bischof Mixa von Augsburg.

Doch Kardinal Sodano blieb nicht lange im Fokus der Medien, denn es vatileakte ein Brief von Kardinal Castrillón Hoyos aus dem Jahre 2001, in dem er dem Bischof von Bayeux-Lisieux Pierre Pican dazu gratulierte, einen Priester nicht angezeigt zu haben, dem sexueller Mißbrauch vorgeworfen wurde. Was die Presse in Deutschland überhaupt nicht aufgegriffen hat in der angeblichen Vertuschungsbelobigung ist der Umstand, daß der Bischof zuerst durch die Beichte des Täters davon erfahren hat. Ein direkter Bruch des Beichtsiegels ist mit der Exkommunikation als Tatstrafe bewehrt, bei indirektem Bruch, so z. B. durch Handeln aufgrund von Beichtwissen sind andere Kirchenstrafen möglich. Laut Kirchenrecht darf ein Bischof z. B. keine Versetzung aufgrund einer Beichterkenntnis aussprechen. Bis zur Anordnung Papst Benedikts im Jahre 2010 bei einem Anfangsverdacht grundsätzlich die Strafverfolgungsbehörden zu informieren (wohl weiterhin das Beichtgeheimnis ausgenommen), war es durchaus legitim zu fragen, ob es zwingend der Bischof sein muß, der Strafanzeige gegen seine Priester stellt, da dies das zu wünschende Enge Verhältnis ähnlich Vater/Sohn beeinträchtigen würde. Aber diese Frage überlasse ich den Experten ohne eigene Agenda zur Beantwortung. Jedenfalls wurde ohne genauere Prüfung der Causa Kardinal Castrillón Hoyos als Vertuschungssympathisant rezipiert, ebenso wurde mit fast krimineller Energie von den Medien und Kirchenkritikern das Crimen sollicitationis mit dem darin enthaltenen secretum pontificium verunglimpft. Jede Strafverfolgungsbehörde kennt ein Amtsgeheimnis, nur der Kirche will man dieses nicht zugestehen. Schlag Numero Zwo gegen den Kardinal, der in dem Plan Papst Benedikts die klassische Liturgie mit der Kirche von heute wieder zu versöhnen.

Der aktuelle Vatileaks-Fall läßt zwei vorgesehene Opfer erkennen, Kardinal Bertone, der als unfähig das Staatssekretariat zu leiten dastehen soll, und wiederum Kardinal Castrillón Hoyos, dem man unterschiebt jedes dämliche Stück Papier, was jeder andere „vernünftige Mensch“ wegwerfen würde, dem Papst hinterherträgt. Nun, meine Meinung ist, wer in der Nähe einer so hochgestellten Person wie des Papstes arbeitet, und als Todesdrohungen interpretierbare Aussagen nicht den zuständigen Sicherheitsbehörden übergibt, egal ob es höchstwahrscheinlich ist, daß diese Unsinn ist oder nicht, der ist ungeeignet für seinen Posten. Es ist die Aufgabe von Sicherheitsexperten aufgrund ihrer Qualifikationen solche Einordnungen zu treffen, und nicht die von irgendwem, der den fraglichen Text nicht mal kennt, sondern nur von Dritten von diesem Text gehört hat. Aber nachdem man Kardinal Castrillón Hoyos als „Trottel vom Dienst“ einsortiert hat, ist es natürlich sofort seine Schuld. Als Quelle der Aussage in dem Schreiben, das Kardinal Castrillón Hoyos von einem angeblich deutschen Freund haben soll, wird Kardinal Romeo genannt, dieser soll auf einer Chinareise diese Äußerungen getätigt haben. Bevor Kardinal Romeo im Jahre 2007 Erzbischof von Palermo wurde und das rote Birett erhielt (2010) war er im Diplomatischen Dienst, also dem Staatssekretariat unterstellt. Ob Kardinal Romeo diese Aussagen jemals getätigt hat, oder man sie ihm unterschob, damit seine Unschuld offenbar würde und damit die Überbringer der Nachricht diskreditiert werden, weiß ich nicht, beide mögliche Varianten hinterlassen den Beigeschmack einer Jauchegrube. Gut, daß wir den vorbereiteten Sündenbock haben, Kardinal Castrillón Hoyos, denn jeder sich intelligent wähnende Mensch wird sich sofort auf ihn stürzen ohne Nachdenken, Schlag Numero Drei gegen ihn.

Ich las vor einer Weile von einem Gerücht, daß die italienischen Bischöfe Papst Benedikt mit offenem Ungehorsam gedroht hätten, sollte er es wagen, als Papst öffentlich in der forma extraordinaria zu zelebrieren. Betrachtet man die großen Anliegen des Pontifikats Papst Benedikts, nämlich die Versöhnung mit der eigenen Kirchengeschichte, der Annäherung an die Orthodoxie und die offenherzige Aufnahme der Anglikaner, die zurück über den Tiber wollen, so erkennt man schnell, wer dem Papst in diesen Themen hilft, und wer sich dem Papst entgegenstemmt. Ich habe keinen Anhaltspunkt, der auch nur ansatzweise berechtigen würde, die Kardinäle Bertone und Castrillón Hoyos als Gegner des Papstes einzuordnen, aber einige, um sie als willige Helfer der Anliegen des Papstes zu identifizieren. Die Lawine des Widerstands gegen die Anliegen des Papstes, die den Berg hinaufrollt, wird von anderen Interessengruppen gesteuert, als jene, die genau in den Schwerpunkten des Papstes arbeiten. Daß eine Ökumene, wenn man damit das gemütliche Nebeneinander mit den Protestanten meint, darunter leidet, wenn der Papst gegen die Diktatur des Relativismus kämpft, sollte eigentlich jedem logisch Denkenden eingehen, denn die öffentliche Wahrnehmung der Situation der deutschen Ökumene ist falsch. Nicht die katholische Kirche unter Papst Benedikt entfernt sich von den Evangelischen Gemeinschaften, sondern diese sich immer schneller von früher gemeinsam vertretenen Positionen entfernt. Siehe hierzu die Geschichte des Lebensschutzes. Konservativ-evangelische Kreise und evangelikale Kreise, wenn sie nicht ein speziell antikatholisches oder genauer antirömisches Charisma haben, verstehen sich inzwischen besser mit katholischen Kreisen, weil man eine gemeinsame Sprache spricht und nicht das Political-correctness-Esperanto, als mit dem als modern oder liberal gekennzeichneten Flügel der eigenen Gemeinschaft. Für mich stellt sich die Frage, in wie weit Teile der Evangelischen Gemeinschaften nicht mehr Religion sind, sondern sich zu r Weltanschauungsorganisationen mit starken parteipolitischen Anlehnungen und christ-esotherischen Beiwerk gewandelt haben. Und nachdem Papst Benedikt mit seiner Entweltlichung und Neu-Evangelisierung das ökumenische Hinterherrennen abbremst, nähern wir uns inhaltlich der Orthodoxie an.

Man beobachte schlicht und ergreifend, was der Papst äußert, und wer danach bemüht ist, einschränkende und relativierende Kommentierungen unter die Gläubigen zu bringen. Sei es in punkto Summorum Ponticum, sei es Anglicanorum Coetibus oder Porta Fidei.

Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre! (Marc. 4,9)
Und ich sage: Wer ein Hirn hat, sollte das Denken anfangen!

Soweit hatte ich diesen Beitrag konzeptioniert im Kopfe, bevor Armin Schwibach auf kath.net berichtete, daß zwei Vatileaks im Staatsekretariat gefunden seien und diese in den Fernen Osten und nach Afrika versetzt würden. Vom gleichen Tag wird vom VIS eine Versetzung als Nuntius nach Ruanda berichtet. Dieser noch nicht geweihte Erzbischof wurde am 27. Januar als Offizial und Apostolischer Nuntius ins Staatssekretariat berufen, und nach nicht mal einem Monat nach Ruanda versetzt. Ist das etwa einer der beiden Vatileaks, oder hatte man bei seiner Ernennung im Januar nur noch keinen weißen Flecken auf der Weltkarte gefunden? Dieser Monsignore Noch-nicht-Titularerzbischof ist seit 1993 im Diplomatischen Dienst.

Dienstag, 14. Februar 2012

Ich will endlich ANGSTFREI leben!

Und zwar angstfrei davor, jeden Tag auf das neue mit bereits erschöpfend diskutierten Themen immer und immer wieder konfrontiert zu werden, weil es dem ZdK nicht paßt, daß sie ihren Standpunkt nicht durchsetzen konnten.

Ich will angstfrei die Nachrichten lesen können, ohne daß mir dort ein Politiker als Katholik verkleidet erzählt, die Theologie der Kirche, die sich auch in ihrem Gesetz kodifiziert, sei unbarmherzig. Und dies in Zeiten, wo die Verweigerung der Kirchensteuer so ziemlich das einzige Feld ist auf dem (falsch) überhaupt noch Kirchendisziplin geübt wird.

Ich möchte wieder angstfrei sagen können, daß das ZdK die Lehre und Botschaft der Kirche in die Welt trägt, ohne Furcht, daß man mich auslacht, und nicht die Botschaft der Welt und der Sünde in die Kirche hineinträgt.

Ich möchte wieder angstfrei in eine Sonntagsmesse gehen können und zwar überall in Deutschland und nicht nur in ausgewählten Pfarreien, und die Messe so erleben, wie sie die liturgische Gesetzgebung vorsieht und wie es das Recht der Gläubigen ist und nicht der Hobbyregisseur vor Ort jedes Mal eine Neuinterpretation inszeniert und als Verteidigung dieses vermeintlichen Rechts einen Vorsteherstreifen über dem Meßgewand trägt.

Ich will endlich angstfrei ein vom Papst ausgerufenes Jahr des Glaubens begehen können, ohne mich fürchten zu müssen, welche Sabotage am Inhalt der Botschaft des Papstes aus Ordinarien, mit Kirchensteuermitteln finanzierten Verbänden und lokalem Personal geplant und durchgeführt wird, um die Erneuerung der Gläubigen im Glauben, die der Papst wünscht, zu hintergehen, um weiter die Agenden der Umbau von Kirchenstrukturen und Glaubensinhalten zu forcieren.

Ich will wieder angstfrei die Frage stellen können und von den Aufsehern (Episkopen) beantwortet bekommen, wenn jemand seine häretischen Theorien unter das Kirchenvolk streut, ob das mit dem katholischen Glauben überhaupt vereinbar ist, und nicht mit einer Pseudodebatte überzogen werden, ob die Frage nach der Vereinbarkeit mit dem katholischen Glauben eine intrinsisch unchristliche Frage sei.

Ich will angstfrei jemandem sagen können:
Eine runde Sache das! Gratulation! Weiter so! Wo steht das Bier?

Sonntag, 12. Februar 2012

Erinnerung und Gedenken

Als ich ein Viereinhalbkäsehoch war, wurde ich stolzer Eigentümer eines Audioturmes mit CD-Player. Die erste von mir gekaufte CD war Whitney Houston’s Album „Whitney“, das zweite Album ihrer Diskographie. Das Lied „I wanna dance with somebody“ wurde damals im Urlaub rauf und runtergespielt, ich war selig und bekam keine Entzugserscheinungen, weil ich vor dem Urlaub das Lied der CD rauf und runterspielte.


Der zweite Tonträger, den ich mir gekauft habe, war keine CD sondern eine LP. Nun werdet Ihr Euch fragen, warum ein stolzer Besitzer digitaler Tontechnik sich solch einen steinzeitlichen Tonträger zulegte! Ganz einfach, das Album was ich mir zulegte, war das erste Album von Whitney „Whitney Houston“. Schaut Euch hier das Plattencover an und bedenkt, daß das Bild auf der Rückseite so groß wie die ganze LP-Hülle war!


Whitney Houston war eine Sängerin, bei der man schon nach den ersten Silben wußte, die kann wirklich gut singen und hat nicht nur einen genialen Menschen am Mischpult. Nicht umsonst bekam sie den Spitznamen „The Voice“. Ebenso scheint sie mir eine der letzten Sängerinnen gewesen zu sein, die eine gewisse Schwelle an Ruhm überschreiten konnte, ohne ihr Bühnenoutfit aus dem Victoria’s Secrets-Katalog oder aus einem BDSM-Shop zu haben, was viele Künstlerinnen nach ihr plötzlich unbedingt brauchten, um ihr Image zu emanzipieren und „erwachsen“ zu machen.

Höhepunkte ihrer Karriere waren 1991 das Singen der Nationalhymne beim Superbowl, deren Aufnahme m. W. die einzige Vertonung ist, die es in die Single-Charts geschafft hat, und natürlich der Film „Bodyguard“ mit ihren Soundtracks dazu.

1992 kam dann für mich der Schock: Whitney Houston heiratet, aber nicht mich! Hätte sie ein heute so beliebtes Casting für’s Heiraten veranstaltet, so wäre ich sofort in die USA geflogen und hätte auch drei Nächte vor dem Eingang gepennt, obwohl Camping nie mein Ding war und ist.

Leider scheine ich mit meiner damaligen Vermutung, daß Bobby Brown nicht Mr. Right ist, Recht behalten zu haben, denn erst einige Zeit nach ihrer Hochzeit begannen die Gerüchte um Alkohol und Drogen. Theaterschauspieler und Musiker haben das Problem, daß sie in der Gefahr stehen, abhängig vom Applaus zu werden und unabhängig von ihrer Tagesform auf der Bühne immer 150% geben sollen. Und das in immer kürzeren Takten. Die Meute der Musikindustrie und angehängter Medien faseln ja schon von Comeback, wenn das erste Lied nach 6 Monaten in die Charts kommt. Mein Verdacht auch bei Talenten wie Britney Spears ist, daß diese auf Tourneen und öffentlichen Auftritten verheizt werden, ohne Sabbatzeiten, wo sie zur Ruhe kommen können, so Nebensächlichkeiten wie Kinderkriegen und Privatleben haben können und sich von der mörderischen Belastung des permanenten Im-Fadenkreuz-von-Kameras-und-Fotoapperaten-Seins erholen können.

Wie bei Britney fragte ich mich auch bei Whitney ob der Comeback-Versuch wirklich ehrlicher Versuch in bzw. nach einer ordentlichen Therapie war, oder ob die Entourage versuchte aus dem Gaul noch ein paar Dollar rauszupressen, bevor er verreckt. Bedauerlicherweise ist das Showbusineß Gift für echte Freundschaften, die einen in den nicht-guten Tagen tragen können. Dazu wird im Tour-Alltag alles viel zu sehr auf die vordergründigen Bedürfnisse des Stars abgestellt, so daß dieser in der Gefahr steht zu verlernen, daß dies nicht der Normalfall ist. Man denke an eine Kollegin Madonna, die alle Freunde in zwei Kategorien einteilte: Macht mit bei meinem Kabbala-Spleen, weigert sich mitzumachen, und schlußendlich alle Freunde auf Haufen Numero Zwo plötzlich nicht mehr kannte.

So bleibt mir Whitney Houston als jemand in Erinnerung, der mich zum Träumen bringen konnte, und einige schöne Stunden in meiner Jugend brachte, aber auch dazu mahnt, vorsichtig zu sein, was man sich wünscht, weil es möglicherweise in Erfüllung geht, aber auf eine Art und Weise, die man nicht bedacht hat. Und richtige Freunde sind die, die den Regenschirm mitbringen und nicht die, die nur bei Sonnenschein da sind.

Ich bete für ihre Tochter Bobby Kristina, daß sie aus dem Sumpf herauskommt, aus dem ihre Mutter nicht mehr herauskam.

Freitag, 27. Januar 2012

Jubilate Deo Omnis Terra

Das Gerücht habe ich vermeldet, also muß ich auch den Beweis vermelden, den kathnews veröffentlicht hat.

In diesem Zusammenhang bedauere ich nur, daß m. W. Papst Pius X.te das Usus Pontificalium für die Protonotare abgeschafft hat. Ich hätte zu gerne ein Pontifikalamt im außerordentlichen Usus mit Prof. May als Zelebrant erlebt. Man wird ja noch träumen dürfen, oder?

Montag, 23. Januar 2012

Difficile est satiram non scribere

Genau jenes hat Acts Of The Apostasy getan! Doch so manche Satire ist zur Prophezeiung geraten. Schüller hat seine Pläne verkündet!

UPDATE: Es gelang unserer Redaktion den neuesten Schnappschuß von Zulehner und Schüller zu knipsen beim Planen ihrer Pläne!
Herkunft des Bildes  

Samstag, 21. Januar 2012

Einen herzlichen Gruß nach Berlin zum Agnesfest

Denn für die Berliner ist ja heute wohl ein besonderer Tag. Der Tradition gemäß wurden heute von Papst Benedikt die beiden Lämmer gesegnet, deren Wolle für die Herstellung der Pallien verwendet wird. VIS vermeldete eine Audienz Erzbischof Woelki's beim Papst am 16ten, ich hege so die begründete Vermutung, daß er dabei pflicht- und traditionsgemäß das Pallium erbeten hat. Am Vorabend des Hochfestes Peter und Paul werden sie in ein Behältnis unter dem Altar am Petrusgrab aufbewahrt und am Hochfest selbst verliehen.