Dienstag, 14. Februar 2012

Ich will endlich ANGSTFREI leben!

Und zwar angstfrei davor, jeden Tag auf das neue mit bereits erschöpfend diskutierten Themen immer und immer wieder konfrontiert zu werden, weil es dem ZdK nicht paßt, daß sie ihren Standpunkt nicht durchsetzen konnten.

Ich will angstfrei die Nachrichten lesen können, ohne daß mir dort ein Politiker als Katholik verkleidet erzählt, die Theologie der Kirche, die sich auch in ihrem Gesetz kodifiziert, sei unbarmherzig. Und dies in Zeiten, wo die Verweigerung der Kirchensteuer so ziemlich das einzige Feld ist auf dem (falsch) überhaupt noch Kirchendisziplin geübt wird.

Ich möchte wieder angstfrei sagen können, daß das ZdK die Lehre und Botschaft der Kirche in die Welt trägt, ohne Furcht, daß man mich auslacht, und nicht die Botschaft der Welt und der Sünde in die Kirche hineinträgt.

Ich möchte wieder angstfrei in eine Sonntagsmesse gehen können und zwar überall in Deutschland und nicht nur in ausgewählten Pfarreien, und die Messe so erleben, wie sie die liturgische Gesetzgebung vorsieht und wie es das Recht der Gläubigen ist und nicht der Hobbyregisseur vor Ort jedes Mal eine Neuinterpretation inszeniert und als Verteidigung dieses vermeintlichen Rechts einen Vorsteherstreifen über dem Meßgewand trägt.

Ich will endlich angstfrei ein vom Papst ausgerufenes Jahr des Glaubens begehen können, ohne mich fürchten zu müssen, welche Sabotage am Inhalt der Botschaft des Papstes aus Ordinarien, mit Kirchensteuermitteln finanzierten Verbänden und lokalem Personal geplant und durchgeführt wird, um die Erneuerung der Gläubigen im Glauben, die der Papst wünscht, zu hintergehen, um weiter die Agenden der Umbau von Kirchenstrukturen und Glaubensinhalten zu forcieren.

Ich will wieder angstfrei die Frage stellen können und von den Aufsehern (Episkopen) beantwortet bekommen, wenn jemand seine häretischen Theorien unter das Kirchenvolk streut, ob das mit dem katholischen Glauben überhaupt vereinbar ist, und nicht mit einer Pseudodebatte überzogen werden, ob die Frage nach der Vereinbarkeit mit dem katholischen Glauben eine intrinsisch unchristliche Frage sei.

Ich will angstfrei jemandem sagen können:
Eine runde Sache das! Gratulation! Weiter so! Wo steht das Bier?

Kommentare:

Miriam hat gesagt…

O tempora, o mores - in der Tat! Ich würde auch gern wieder angstfrei katholisch leben, aber es wird wohl nicht besser werden, zumindest nicht hier. Sehr gute Beobachtung... und wo ist jetzt das Bier?

Dorothea hat gesagt…

Das trifft es. Ich finde es auch schlimm, daß ich schauen muß welcher Pfarrer wann wo die Heilige Messe feiert um nicht aus einer Messe herauskommen zu müssen mit dem Gefühl, daß ich nicht Gott angebetet habe sondern in der Messe bespaßt werden sollte weil ich angeblich sonst nicht hinginge. Das bedeutet nicht, daß ich was gegen einen guten Scherz in der Predigt hätte, solange klar ist daß die Heiligkeit der Messe ernst genommen wird.

Marcus, der mit dem C hat gesagt…

@Dorothea:

Daß ein Witz ein gutes Stilmittel in der Predigt sein kann, hat ja Abraham a Santa Clara eindrucksvoll bewiesen.

In Zanders: "Wie der Erzbischof von Köln heiraten mußte" ist dies humorvoll beschrieben. Katholische Fastnacht nimmt ja gerade auch die Schwächen und Sünden der Menschen auf's Korn, so daß sie drüber lachen können, aber der Spiegel, den der Till in der Hand hält, nicht zu übersehen ist.

Ester hat gesagt…

Ich bin auch dafür das man, egal wo, in die Messe gehen kann und sich einfach katholisch zu Hause fühlen, mitfeieren kann, sich in die Liturgie hineinfallen lassen kann, ohne zwischendrin das Gefühl zu haben, im falschen Film gelandet zu sein.
Mittlerweile ist es ja oft so, das die Gemeinde Teile des Hochgebets mitspricht,
andere Antworten eingeführt werden
und anstelle vorgeschriebener Antworten ein Liedelein geträllert wird.
Auch diese beständigen Belehrungssucht am Beginn, vor der Lesung , vor dem Evangelium und dann bei der Predigt, gefolgt von dem Schlußsermon, erinnert an das Wort von der grassierenden Rederitis.
Und das wo man vom Alltag oft so zugedröhnt ist, das man einfach in Ruh vor seinen Gott treten will.
In der Luther Übersetzung heißt es bei irgendeinem Psalm "wir verbringen unsere Tage wie ein Geschwätz".
Leider wahr!